| ... ANREGUNGEN |
|
Ich achte darauf mir Ziele zu setzen, bei deren Erfüllung nur ich selbst beteiligt bin. Denn anders kann ich keine Verantwortung für das Ergebnis übernehmen – nie Stolz empfinden. In einer Zeit, in der ich an meiner Sichtweise und meinem Verhalten etwas ändern will, kommt es vor, dass ich mich dabei ertappe, doch wieder die „alte Variante“ benutzt zu haben. Wenn ich mich darüber ärgere, dass ich das wieder getan habe, „bestrafe“ ich mein System. Wenn ich mich aber darüber freue, dass ich die alte Verhaltensweise als solche erkannt habe, belohne ich mein System für die Erfüllung meines Wunsches und es wird mich dabei unterstützen meine Aufmerksamkeit weiter zu schärfen. Ich erkenne den eingenommenen Fokus und kann wählen, worauf ich ihn richten, neu ausrichten will. Bewerte ich eine Situation nicht als gut oder schlecht, sondern betrachte sie neutral, als eine Ausgangslage, die ich verändern möchte, befreie ich mich von der Fokussierung auf das Hindernis, nehme eine neue Sichtweise ein und bin dadurch in der Lage, mögliche Wege für gewünschte Ziele zu wählen. Ohne zu reflektieren, an welcher Stelle ich mich befinde und dann wähle, welchen Weg ich gehe, kann ich keine Verantwortung dafür übernehmen, wo ich ankomme. Erkläre ich, wie der Stein in die Kurve gekommen ist, aus welchem Material er besteht, wie lange er schon da liegt und wer überhaupt Schuld daran hat oder konzentriere ich mich darauf den Stein zu umfahren? Betrachte ich Probleme und begründe ihre Existenz oder stelle ich mir mögliche Lösungen vor? Das Resultat ist ein anderes! Wie gehe ich mit schwierigen Situationen um, wie verhalte ich mich in Konfliktsituationen, um kraft- und verantwortungsvoll zu bleiben? Ich wähle weder ein Verhalten oder eine Argumentation, sondern eine Qualität, die ich in diese Situation oder Begebenheit hineintragen und dort halten möchte. Dies tue ich zu jeder Zeit, egal, wie andere Menschen agieren. Ich übernehme Verantwortung für das Erreichen eines Zieles, welches ich mir selbst gesetzt habe und an dessen Erreichung nur ich selbst beteiligt bin. Dadurch mache ich Schuldzuweisung an andere oder Umstände unmöglich und bleibe in meiner Kraft. Hält man etwas in der Hand fest, ist sie geschlossen, lässt man es los, öffnet man sich für Neues. Lässt du alles was Du bekommst in der offenen Hand liegen, dann kann es gehen, wenn es an der Zeit ist, und etwas kann kommen, wenn es an der Zeit ist. Das Wort „Lösung“ beinhaltet loslassen, sich öffnen. Das heißt automatisch, dass man nur zur Lösung kommt, wenn man das Problem loslässt, sich davon löst. Unangenehme Situationen, Probleme, Schwierigkeiten und Leid manifestieren und verstärken sich durch ständiges daran denken, darüber sprechen und die Suche nach Erklärungen und Begründungen, warum es so ist. Heilend ist allerdings das Akzeptieren der gegenwärtigen Situation, das Erkennen der Lektion, die dahinter steckt und das konsequente Ausrichten auf Auswege und Lösungen. |
